Deutscher Gewerkschaftsbund

13.05.2018
21. OBK

"Parlament der Arbeit" eröffnet: Es gibt viel zu tun

Der 21. Ordentliche Bundeskongress des DGB ist eröffnet

Es ist soweit: Das "21. Parlament der Arbeit" ist eröffnet! Ab heute werden 400 Delegierte viereinhalb Tage lang wichtige Entscheidungen über den Kurs des DGB in den nächsten Jahren treffen. Auf der Eröffnungsfeier gab es Musik, Akrobatik - und ein Grußwort des Bundespräsidenten: "Sie werden Orientierung geben, wie sie aussieht, die Arbeit der Zukunft", sagte Frank-Walter Steinmeier in Berlin.

Gruppenbild mit Reiner Hoffmann, Frank-Walter Steinmeier, Michael Müller

DGB/Simone M. Neumann

Akrobatisch, musikalisch, politisch

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, die Streetart-Artisten von "Urbanatix" und die Band "Rainer von Vielen": Die Eröffnungsfeier des DGB-Bundeskongresses im Estrel-Hotel in Berlin war akrobatisch, musikalisch - und natürlich auch politisch.

Los ging es mit einem künstlerischen Feuerwerk. Die Artistinnen und Artisten, Tänzerinnen und Tänzer, Parcour-Profis und Streetbiker von "Urbanatix" brachten die Delegierten mit einem "energiegeladenen Crossover verschiedener Streetart-Disziplinen und moderner internationaler Artistik" in Schwung.

Hoffmann: "Wir bleiben mutig und optimistisch"

"Ich bin sicher, dieses Tempo werden wir beibehalten": Mit diesen Worten begrüßte anschließend der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann die Delegierten und Gäste. In seiner Eröffngsrede blickte er auf die aktuelle Situation in Europa und forderte Solidarität mit Geflüchteten: "All den alten und jungen Nazis, egal ob in Springerstiefeln auf der Straße oder im feinen Zwirn in den Parlamenten, sagen wir ganz deutlich: Das Grundrecht auf Asyl ist ein Menschenrecht!"

Dass es Deutschland wirtschaftlich gut gehe, sei vor allem ein Ergebnis der erfolgreichen und innovativen Tarifpolitik, so Hoffmann. Durch die höheren Löhne seien sowohl Binnennachfrage als auch Kaufkraft gestiegen. Die gute Konjunktur dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die "Situation viel zu vieler Menschen alles andere als gut" sei und fast 20 Prozent der Beschäftigten in prekären Verhältnissen arbeite: "Wir haben jede Menge Gründe, noch fester anzupacken. Wir machen uns an die Arbeit".

Steinmeier: Für eine Ethik der Digitalisierung

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier betonte in seinem Grußwort, dass auf die Gewerkschaften große Aufgaben warten. Im Mittelpunkt seiner Rede standen die Umbrüche, die der technologische Wandel in der Gesellschaft und der Arbeitswelt verursacht: "Wir brauchen eine Ethik der Digitalisierung", so Steinmeier. "Und ich weiß, das ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft – für Politik, Gesellschaft, Sozialpartner gleichermaßen. Aber die Gewerkschaften werden darin eine zentrale Rolle haben, denn zur Ethik der Digitalisierung gehört ganz zentral die digitale Arbeitswelt: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Welche Regeln gelten in der neuen Arbeitswelt? Wie verteidigen und erneuern wir hart erkämpfte Arbeitnehmerrechte? Für diesen Kraftakt brauchen wir einen starken Gestalter der Arbeit."

"Empört euch!"

Im Anschluss begrüßt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Delegierten und Gäste des "Parlaments der Arbeit". Und es gibt Musik: Die Band "Rainer von Vielen" unterhält das Publikum mit ihren "Bastard-Pop" - so nennt die Band ihren Musikstil. In ihrem Song "Empört euch!" heißt es unter anderem "Du bist es wert, dass man hört, was dich an und für sich stört" - ein durchaus passender Einstieg in einen gewerkschaftlichen Kongress.


Die vollständige Rede des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann als PDF zum Download:

Rede DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann Eröffnung 21. Ordentlicher Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Die vollständige Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier als PDF zum Download:

Rede Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim 21. Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes am 13. Mai 2018 in Berlin


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