Deutscher Gewerkschaftsbund

15.05.2014

Reiner Hoffmann: Wir trauern um die Kolleginnen und Kollegen in Soma

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann hat in einer Videobotschaft die Solidarität des Deutschen Gewerkschaftsbundes mit den Bergleuten im türkischen Soma erklärt. Die Ursachen des Grubenunglücks müssten dringend aufgeklärt werden. "Das darf nie wieder passieren," sagte Hoffmann.

Um den Hinterbliebenen der Opfer zu helfen, hat die IG BCE ein Solidaritätskonto in Zusammenarbeit mit der DGB-Initiative „Gewerkschaften helfen e.V.“ eingerichtet. Die Spenden sollen insbesondere den Kindern der verunglückten Bergleute zu Gute kommen. Bitte spenden Sie!

Spendenkonto

IG BCE
SEB Hannover
Kontonummer: 1811400104 / BLZ: 25010111
IBAN: DE55 2501 0111 1811 4001 04 / BIC: ESSEDE5F250

Stichwort: Solidarität Bergleute Soma


Videobotschaft (Deutsch)


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Videobotschaft (Türkisch)


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Reiner Hoffmann: Die Videobotschaft im Wortlaut

"Der Deutsche Gewerkschaftsbund trauert mit den türkischen Kolleginnen und Kollegen des furchtbaren Grubenunglücks in Soma um die Opfer. In Gedanken sind wir in diesen schweren Stunden an der Seite der Angehörigen. Die IG BCE hat spontan für die Angehörigen ein Solidaritätskonto eingerichtet, mit einer Startsumme von 25.000 Euro. Ich bitte Euch alle um weitere Spenden! Die Ursachen müssen dringend aufgeklärt werden. Wir wissen seit langem, dass die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen in den Gruben nicht ausreichen. Die türkischen Kolleginnen und Kollegen haben immer wieder auf die Mängel verwiesen und Verbesserungen gefordert. Sie müssen endlich gehört werden! Die Sicherheitsbestimmungen und Mindestvorschriften im Arbeits- und Gesundheitsschutz müssen eingehalten werden. Die Regierung der Türkei muss endlich dafür Sorge tragen, dass menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Sicherheit und eine freie Betätigung der Gewerkschaften garantiert werden. Die Türkei belegt im Ranking der tödlichen Arbeitsunfälle der Internationalen Arbeitsorganisation Platz 3 – nach China und Bangladesch. Dieses Unglück ist nur das jüngste in einer ganzen Reihe von Unfällen. Das darf nie wieder passieren!"


Nach dem schweren Grubenunglück im türkischen Soma, bei dem mindestens 274 Bergarbeiter ums Leben gekommen und Hunderte verletzt oder weiterhin vermisst sind, wird die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ein Solidaritätskonto einrichten, um die betroffenen Bergarbeiterfamilien zu unterstützen.

Die Gewerkschaft selbst hat 25.000 Euro zur Verfügung gestellt, die RAG AG zahlt noch einmal denselben Betrag ein. Bei einer spontanen Spendensammlung unter den Delegierten des DGB-Bundeskongresses kamen zusätzlich mehr als 6.500 Euro zusammen.

Die IG BCE will mit dem Geld in Zusammenarbeit mit der türkischen Bergbaugewerkschaft Maden Is unter anderem Maßnahmen unterstützen, die Opfern und Hinterbliebenen bei der Verarbeitung ihres Traumas helfen. Außerdem soll die Ausbildung von Kindern der verunglückten Bergleute unterstützt werden.

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DGB
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